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The BossHoss begeistert Regensburg: Open-Air-Abriss mit Fans auf der Bühne

Cowboyhüte, Feuer & Rock'n'Roll
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© SilvileoPhotography / medien-puls.com

Ein Meer aus Cowboyhüten, Band-Shirts und jede Menge Rockabilly-Vibes: Am vergangenen Dienstag, den 21. Juli, verwandelte sich die vollbesetzte Piazza in Regensburg im Rahmen des Piazza-Festivals in eine brodelnde Country-Rock-Arena. Nach einem schicken Support-Slot der „The Silverettes“, die im authentischen 50s-Look dem Publikum ordentlich einheizten, übernahmen The BossHoss das Zepter. Was folgte, war keine gewöhnliche Show, sondern eine zweistündige Abrissbirne aus Pyro-Effekten, gigantischer Publikumsnähe, humorvollen Anekdoten und purem Rock’n’Roll – inklusive einer ganz besonderen B-Stage mitten unter den Fans.

Schon beim traditionellen Intro von The Sonics, das die Berliner Großstadt-Cowboys seit nunmehr 20 Jahren zu Beginn jedes Konzerts begleitet, stieg der Lärmpegel ins Unermessliche. Unter tosendem Jubel betraten Boss Burns (Alec Völkel) und Hoss Power (Sascha Vollmer) samt ihrer hochkarätigen Kapelle die Bühne und schossen ohne lange Umschweife mit „On the Road Again“ und „Lions Den“ los. Bereits beim vierten Song „Do It“ zündeten die ersten gewaltigen Feuerkanonen und brachten die Piazza bei tropischen Temperaturen vollends zum Kochen.

Terminator-Vibes und eine B-Stage mitten im Publikum
Die Frontmänner erkundigten sich feixend, wer an diesem Abend eigentlich alles direkt aus Regensburg oder zumindest aus Bayern angereist sei – ohne zu ahnen, was für ein besonderes Heimspiel am Ende der Show noch enthüllt werden sollte.

Auch sonst war für reichlich Unterhaltung gesorgt. Vor der gemeinsamen Nummer „I’ll Be Back“ scherzten die Jungs, dass Duett-Partner Arnold Schwarzenegger jeden Moment die Bühne betreten könnte – er stecke allerdings noch im Gym fest. Kurzerhand wurde ein Live-Video aus der Oberpfalz für Arnie aufgenommen, bei dem das Regensburger Publikum in ohrenbetäubender Lautstärke das ikonische „I’ll be back“ ins Mikrofon brüllte. Es folgten Mitsing-Garanten wie „Little Help“, ehe Alec bei „Burn Baby Burn“ wie ein Wirbelwind über die Bühne fegte.

Doch damit nicht genug: Plötzlich sprang der Frontmann mitten ins Publikum, bahnte sich seinen Weg durch die begeisterte Menge, gefolgt vom Rest der Band. Im hinteren Drittel des Platzes hatten sich The BossHoss eine kleine B-Stage aufgebaut. Mitten unter den Fans und auf Tuchfühlung stimmte die Truppe auf der Erhöhung Songs wie „Ride It“, „Back to the Boots“ und natürlich ihre ultimative Grillhymne „Grill ’em all“ an. Zurück auf der Hauptbühne gab es nach dem Ring-of-Fire-Cover kein Halten mehr. Das Publikum sprang, tanzte und sang bei Hits wie „Jolene“ bei strahlendem Handymeer jede Zeile mit.

Konfetti-Regen für den kleinen Christoph und Zugabe-Wahnsinn
Gegen Ende des regulären Sets wartete ein hochemotionales Highlight: Der kleine Christoph, stolz im BossHoss-T-Shirt, wurde auf die Bühne geholt und durfte den Moment im Scheinwerferlicht sichtlich genießen. Passend zum Megahit „Don’t Gimme That“ hüllte eine Konfettikanone die Piazza unter dem Jubel der Zuschauer in ein riesiges, buntes Farbenmeer.

Nach dem schweißtreibenden Set-Finisher „Dos Bros“ verließen die Musiker kurz die Bühne, doch die Zugaberufe schallten bereits durch die Stadt, noch bevor das letzte Schlagzeug-Becken ausgeklungen war. Mit wilden Masken auf den Gesichtern, die stark an den Look von KISS erinnerten, kehrten die Bläser zurück auf die Bretter und „Stallion Battalion“ folgte. Danach ein paar ehrlichere Worte von Alec an die Fans: Er philosophierte über die sprichwörtliche „German Angst“ und betonte, dass Angst immer ein schlechter Begleiter sei und man mit Zuversicht durchs Leben gehen müsse, woraufhin der gleichnamige Song „German Angst“ angestimmt wurde.

Bierdusche, Tanz-Eskalation und ein Regensburger Held
Das furiose Finale schlug dem Fass jedoch endgültig den Boden aus: Nach einem kurzen Beyonce-Moment samt Bläser-Solo von „Crazy in Love“ durften ein paar wenige Fans aus dem Publikum die Bühne „stürmen“. Binnen Sekunden war die Bühne voll von feiernden Fans, die zum finalen „Word Up“ völlig entfesselt mittanzten.

Erst ganz zum Schluss, während der ausgiebigen Bandvorstellung, lüfteten The BossHoss das große Geheimnis des Abends: Ein Bandmitglied stammt gebürtig direkt aus Regensburg – nämlich Percussionist Ernesto! Riesen-Jubel brach in der Menge aus, um den Lokalmatador zu feiern.

Und die Show hatte noch mehr Verrücktheiten zu bieten: Gitarrist Rusty Rocky wurde mehrfach gefeiert, und der Kontrabassist legte sich flach auf sein riesiges Instrument, während Alec reitend auf ihm posierte. Das absolute Chaos perfekt machten schließlich die Fans auf der Bühne, die sich Bierflaschen schnappten und den Gerstensaft direkt auf eine aufgebaute Trommel des Schlagzeugers kippten. Bei jedem Schlag spritzte eine riesige Bier-Fontäne über die Bühne – Rock’n’Roll in seiner reinsten und wildesten Form!

Nach einer lautstarken Applaus-Welle für die Vorband und einer tiefen Verbeugung vor dem Regensburger Publikum entließen The BossHoss ihre Fans in die laue Sommernacht. Ein Abend voller Inbrunst, Humor, Feuer und Bier, der bewiesen hat, dass Regensburg immer eine Reise wert ist!

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