Knapp 30.000 Menschen, jede Menge große Hits und eine Atmosphäre, die viele Besucher direkt zurück in ihre Jugend versetzte: 80s Live in Frankfurt hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark die Musik und das Lebensgefühl dieses Jahrzehnts bis heute funktionieren und es ist auch mein Lieblingsjahrzehnt!
Mit Künstlern wie Kim Wilde, Tony Hadley von Spandau Ballet, Alphaville, Camouflage und vielen weiteren bekannten Namen war das Line-up entsprechend prominent besetzt. Dazu das passende 80er-Jahre-Styling, eine ausgelassene Stimmung und dieses besondere Gefühl, für ein paar Stunden noch einmal in die Zeit einzutauchen, mit der viele von uns musikalisch groß geworden sind.
Mein persönliches Highlight des Abends war ganz klar Holly Johnson von Frankie Goes to Hollywood. Ein richtig starker und gleichzeitig sehr sympathischer Auftritt. Seine großen Hits klangen erstaunlich nah an den Originalen und wurden überzeugend live gesungen. Viel Inszenierung brauchte es dabei gar nicht, Holly Johnson stand auf der Bühne und hatte das Publikum sofort auf seiner Seite. Beim Abschluss mit „The Power of Love“ gab es dann noch einmal ordentlich Gänsehaut. Neben Tony Hadley von Spandau Ballet (mit Mega Stimme), für mich einer der stärksten Momente des Abends und einfach ein cooler Typ dieser Holly Johnson.
Auch abseits der Bühne gab es einige schöne Begegnungen. Backstage traf ich Gastgeber, Veranstalter und Geschäftspartner Markus Krampe – an dieser Stelle noch einmal danke für die Einladung – und natürlich auch meinen langjährigen Wegbegleiter Peter Illmann. Mit Peter verbindet mich eine enge gemeinsame berufliche Vergangenheit: Zu meiner Zeit bei Sony Music haben wir FORMEL EINS sehr erfolgreich vermarktet. Gerade solche Wiedersehen machen Veranstaltungen wie diese für mich noch einmal ganz besonders.
Für Gesprächsstoff sorgte dagegen der Auftritt von Boy George. Offenbar gab es laut seiner Wahrnehmung Probleme mit seinen In-Ears, woraufhin er nach kurzer Zeit die Bühne verließ. Natürlich kann bei einer großen Liveproduktion technisch immer etwas schieflaufen. Trotzdem bleibt für mich die Frage, ob man deshalb vor knapp 30.000 Menschen einen Auftritt abbrechen muss. Eine kurze Pause und anschließend ein neuer Versuch wären aus meiner Sicht die bessere Lösung gewesen. Zumal es bereits in den Tagen zuvor einige Diskussionen rund um seine Person gegeben hatte, bin ich persönlich nicht ganz überzeugt davon, dass allein die In-Ears der Grund für seinen Abgang waren, wohl eher nein.
Im Übrigen sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die gesamte Veranstaltung ohne technische Probleme verlief. Ein großes Kompliment gebührt dabei auch der Band, die die zahlreichen Künstler über den gesamten Abend hinweg hervorragend und absolut professionell begleitet und unterstützt hat.
Der Abend endete für mich schließlich ganz entspannt nach Mitternacht an der Hotelbar, gemeinsam mit Marian Gold von Alphaville und Peter Illmann. Marian sagte dabei einen schönen Satz, der das Besondere solcher Veranstaltungen sehr schön auf den Punkt bringt: „Es ist einfach toll, bei solchen Veranstaltungen alle Musikkollegen wiederzusehen.“
Und genau das war auch zu spüren. Später am Abend unterhielt sich Marian noch lange mit Kim Wilde. Viele dieser Künstler kennen und begegnen sich seit Jahrzehnten und genau diese besondere Atmosphäre überträgt sich ein Stück weit auch auf das Publikum.
2027 soll es mit 80s Live weitergehen, unter anderem in Köln. Darüber hinaus ist auch eine 80s Cruise geplant. Für mich eine konsequente Weiterentwicklung eines Konzepts, das sehr viele Menschen erreicht.
Denn eines hat dieser Abend erneut gezeigt: Die 80er sind längst mehr als Nostalgie. Richtig umgesetzt, sind sie auch heute noch ein starkes Entertainment-Thema und das hat Veranstalter und Macher, Markus Krampe mit seinem Team eindrucksvoll gezeigt.
Ein Gastbeitrag von Christian Hamann-Stronczek
Management & Consulting | Schlager-PR für Schlagerpuls


