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MYLLER feiert emotionalen Tourauftakt in Frankfurt

Nähe, Euphorie, Safe Space

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© SilvileoPhotography
Es gibt diese Konzertabende, bei denen man schon nach wenigen Minuten merkt, dass gerade etwas beginnt. Nicht nur eine Tour – sondern ein neuer Abschnitt. Genau so fühlte sich der Dienstagabend im Nachtleben Frankfurt an, als MYLLER den Auftakt seiner ersten eigenen Tour spielte: emotional, überwältigend ehrlich und voller Momente, die bleiben. Der Raum füllt sich an diesem Abend langsam, doch als Supportact Luca Pfeiffer aus Kassel die Bühne betritt, ist das Nachtleben bereits gut gefüllt. Luca wirkt offen, nahbar und unfassbar ehrlich. Schon früh erzählt er, dass er trans ist und wie schwer die Zeit schon vor seiner Hormontherapie für ihn war. Diese Erfahrungen verarbeitet er auch in seiner Musik – verletzlich, direkt und ohne Filter.

Das Publikum hört aufmerksam zu. Gerade Songs wie „Leises ich“ treffen einen Nerv. Luca spricht über die Floskel „Alles gut“, obwohl oft eben nichts gut ist – und man merkt schnell: Viele im Raum können relaten. „Danke für die ganze Liebe gerade. Als Support ist man immer nervös, weil man nie weiß, wie man ankommt“, gibt er ehrlich zu.

Zwischendurch greift er zur Gitarre und spielt ein kleines Cover von CROs „Bye Bye“, später kündigt er sein Debütalbum „Endlich Ich“ an, das am 22. Mai erscheint. Auch eine eigene Tour folgt direkt im Anschluss – unter anderem mit Stops in Köln, Frankfurt, Berlin oder Hamburg. Die letzten Songs seines Sets werden spürbar leichter, erste Menschen tanzen. Mit „Endlich ich“ endet ein Supportslot, der viele Zuschauer sichtbar berührt zurücklässt.

MYLLER und seine erste eigene Tour: „Das ist der Wahnsinn“
Dann wird es dunkel. Die ersten Töne erklingen, Gitarrist und Drummer nehmen ihre Plätze ein – und MYLLER steht plötzlich auf der Bühne. Mit „Zuhause“ eröffnet er sein erstes eigenes Tourkonzert überhaupt und sofort springt die Energie auf den ganzen Raum über. Es wird geklatscht, getanzt, laut mitgesungen. Songs wie „Ich x dich“, „Fiesta“ oder „10/10“ verwandeln das Nachtleben direkt zu Beginn in eine einzige euphorische Party.

Vor allem aber merkt man Lukas – wie MYLLER mit bürgerlichem Namen heißt – an, wie viel ihm dieser Abend bedeutet.

„Es ist absolut verrückt“, erzählt er sichtlich überwältigt. „Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, irgendwas Sinnvolles zu sagen, aber ich wusste schon vorher, dass ich alles über Bord werfen werde. Das ist das erste Mal, dass ich auf einer Bühne stehe und Leute wirklich wissen, wer ich bin.“

Immer wieder bedankt er sich beim Publikum, spricht darüber, wie surreal sich dieser Abend anfühlt. Dass plötzlich Menschen Tickets kaufen, um nur ihn zu sehen. Dass das Nachtleben Frankfurt für ihn ein besonderer Ort sei, weil hier irgendwie alles angefangen habe. Zwischen Euphorie und Nervosität wirkt Lukas zeitweise fast sprachlos – aber genau das macht den Abend so besonders.

Ein Konzert als „Safe Space“
Zwischen ausgelassenen Songs und euphorischer Energie gibt es immer wieder diese stilleren Momente, die zeigen, warum MYLLER aktuell so viele Menschen erreicht.

Bei „Orchideen“ erklärt er, warum der Song diesen Namen trägt: Orchideen seien wunderschön, aber unglaublich zerbrechlich – genau wie Menschen. Man müsse sich kümmern, pflegen, achtsam miteinander umgehen.

Auch neue Songs präsentiert MYLLER an diesem Abend erstmals live mit voller Band. „Letzter Tag“ beschäftigt sich mit der Frage, ob man sich eigentlich genauso viele Gedanken machen würde, wenn man wüsste, dass heute der letzte Tag wäre. Die neuen Songs kommen spürbar gut an.

Spätestens bei „501“ steht dann niemand mehr still. Die Choreografie sitzt, der Club springt komplett mit und Lukas fordert lachend: „Ich will, dass ihr alle mitsingt und tanzt!“ Genau das passiert.

Besonders emotional wird es allerdings vor „Safe Space“. Lukas spricht darüber, wie wichtig ihm dieser Song geworden ist – und dass genau dieses Konzert für ihn und das komplette Publikum ein solcher sicherer Ort heute Abend sei. „Egal wie ihr ausseht oder woran ihr glaubt – wir sind heute hier zusammen und das ist unser Safe Space.“ Als ihm vor Aufregung kurz der Text entgleitet, singt das Publikum einfach weiter und fängt ihn auf. Ein Moment, der ehrlicher kaum hätte sein können. „Hey Papa“ sorgt für Gänsehaut
Für einen der intensivsten Momente des Abends verlässt MYLLER sogar die Bühne. Mitten im Raum befindet sich ein abgeklebtes Quadrat – die „Safe Stage“. Dort spielt er ohne Mikrofon, ganz nah bei den Menschen.

Bevor er „Hey Papa“ anstimmt, erzählt er offen von Therapie, Unsicherheiten und davon, wie prägend gemischte Signale in der Kindheit sein können. Anfangs hört der Raum still zu. Doch mit jeder Zeile wird das Mitsingen lauter. Wärmer. Emotionaler. Einzelne Fans wischen sich Tränen aus den Augen.

Zusammen mit Gitarrist Andi und Drummer Jan performt er anschließend den neuen Song „Teufelskreis“ mitten im Publikum – und obwohl ihn kaum jemand kennt, wird schon laut mitgesungen.

Zurück auf der Bühne geht die Energie sofort wieder nach oben. Bei „Niemand vermisst mich“ entsteht ein kleiner Moshpit, MYLLER springt erneut in die Menge und spätestens jetzt fühlt sich das Konzert endgültig wie eine große Gemeinschaft an.

Mit „Frühling in Paris“ präsentiert er einen weiteren neuen Song – diesmal über dieses plötzlich auftretende Gefühl von grundloser Euphorie und Selbstakzeptanz, und das ganz ohne verliebt zu sein.

Natürlich dürfen auch Fanfavoriten wie „Rosarot“, gemeinsam mit Supportact Luca Pfeiffer performt, nicht fehlen. Nach „Luftholen“ und „Bon Voyage“ verlässt MYLLER zunächst die Bühne, bedankt sich aber vorher noch einmal eindringlich bei allen Anwesenden und fordert auf: „Wenn ihr Künstler supporten wollt: Kauft Tickets. Das ermöglicht uns überhaupt erst, Musik zu machen und auf Tour zu gehen.“ Es folgen Zugaberufe – laut und lang genug, dass schnell klar ist: Das Publikum will diesen Abend noch nicht loslassen.

Mit „Abba“, „Alles wird gut“ und dem finalen „Nur mit dir“ endet schließlich ein Konzert, das sich anfühlte wie eine Achterbahn zwischen Euphorie, Dankbarkeit und emotionaler Offenheit. Zum Abschluss trommeln Lukas und Gitarrist Andi gemeinsam auf einer großen Trommel, umarmen sich mit Drummer Jan und klatschen die erste Reihe ab.

Danach geht es für viele erstmal an die frische Luft – und anschließend direkt zum Merchstand, wo MYLLER und auch Luca Pfeiffer sich Zeit für Fotos, Gespräche und Autogramme nehmen.

Was bleibt, ist vor allem dieses Gefühl von Stolz. Stolz darauf, einen Künstler wie MYLLER von Anfang an begleiten zu dürfen. Und das sichere Gefühl, dass diese erste eigene Tour längst nicht das Ende, sondern erst der Anfang ist.

Die nächsten Tourstopps folgen bereits am 09. Mai in Hannover, am 10. Mai in Hamburg und am 11. Mai in Berlin – und nach diesem Auftakt sollte man sich diese Shows definitiv nicht entgehen lassen.
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MYLLER: Die schönsten Fotos vom Tourauftakt in Frankfurt

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